Das Bürogebäude der Freudenberg Haushaltsprodukte KG, bekannt unter dem Markennamen Vileda, ist als eines der ersten Projekte von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Anfang 2009 zertifiziert worden. Es nutzt unterschiedlichste Technologien, um Ressourcen und Energie einzusparen. Bevorzugt wurden Bau- stoffe, die besonders gesundheits- und umweltverträglich sind. Rund 4.000 m² der Nutzungsfläche sind mit Teppichfliesen ausgestattet.
Ziel der Planung war es, die Räume so zu gestalten, dass sie den Mitarbeitern eine „Heimat“ geben, zu ihrem Wohlbefinden beitragen und der Office-Performance förderlich sind. Die Teppichfliese Equilibrium unterstützt mit ihrer dreidimensionalen Struktur in Hellgrau und einem dunklen Anthrazit das funktionale und klare Raumkonzept. Sie bewirkt eine einheitliche Flächenwirkung bei gleichzeitig höchstmöglicher Flexibilität durch aufnehmbare Einzelmodule. Ihre textile Materialität wirkt sich positiv auf die Raumatmosphäre aus und fördert die akustische, ergonomische und thermische Raumqualität. Geringer Verschnitt bei der Verlegung, partielle Austauschbarkeit und Langlebigkeit machen sie in der Gesamtbilanz zu einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Bodenlösung.
Da die Zertifizierung nach dem neuen Gütesiegel auch auf Herstellungsprozesse und Austauschbarkeit der einzelnen Bauteile achtet, bevorzugten die Architekten Materialien mit einem geringen Energieverbrauch in der Produktion und bei der Wiederverwertung. „Es war wichtig, auch die ‚graue Energie’ möglichst gering zu halten. Deshalb war es beim flächenmäßig sehr großen Posten der Bodenbeläge entscheidend, auf ökologische Gesichtspunkte Wert zu legen“, so Architekt Kuhn. Hinter der Teppichfliese Equilibrium steht – wie bei allen InterfaceFlor Produkten – der Gedanke, Bewahrung der Umwelt und Schonung von Ressourcen. Die Teppichfasern haben einen Recyclinganteil von 35,23% und ihr Rücken besteht zu 51% aus recyceltem Material. Selbst das Herstellungsverfahren der Teppichware bietet alle Voraussetzungen für nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen.
Die Wiederaufnehmbarkeit der Teppichmodule erlaubt, dass bei einer eventuellen Reinigung oder Erneuerung nur die wirklich abgenutzten Elemente ersetzt werden müssen – in der Regel ist dies nicht mehr als ein Fünftel des gesamten Bodens. Das spart bis zu 80% der Austauschkosten. Auch bei der DGNB- Zertifizierung war die Austauschbarkeit der einzelnen Bauteile ein Aspekt: „Hierbei spielt ein ‚Verschleißbauteil’ wie der ständig begangene Teppich ein große Rolle. Besonders bei Bürogebäuden mit einer hohen Flexibilität und einer hohen Umbau- frequenz sind die Teppichfliesen in puncto Nachhaltigkeit und Schnelligkeit beim Verlegen ein großer Vorteil. Auch das Herstellungsverfahren der Teppichware und die verwendeten Materialien an sich bieten alle Voraussetzungen für den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen“.