Gute Baustoffe helfen sparen und schützen unser Klima

Die Nachhaltigkeit von Gebäuden wird maßgeblich beeinflusst durch ihre Baustoffe und Bauelemente. Zunächst muss ein Baustoff über gute bauphysikalische Eigenschaften wie z.B. ein gute Wärmedämmung, lange Lebensdauer oder angemessenes akustisches Verhalten verfügen. Er muss den Brandschutzauflagen entsprechen, sich leicht verarbeiten lassen, gegebenenfalls über gute Diffusionswerte verfügen und er muss natürlich günstig sein und ins architektonische Konzept passen. Aber machen allein diese Eigenschaften einen „guten“ Baustoff aus?  
In unserer immer komplexer werdenden Welt wird immer deutlicher, dass wir eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge haben müssen. Nur ein Baustoff, der neben den guten bauphysikalischen Eigenschaften auch gute ökologische Eigenschaften besitzt, ist ein guter Baustoff! Das heißt, neben einem geringen Anteil an grauer Energie sollte ein guter Baustoff auch:

  1. möglichst wenig umwelt- und keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe haben
  2.  keinen oder einen minimalen Beitrag zum Treibhauseffekt leisten
  3.  keinen oder einen minimalen Beitrag zur Überdüngung oder Versauerung von Gewässern haben
  4.  einen möglichst hohen Recycling-Anteil besitzen
  5.  einen möglichst hohen Gehalt an gebundenem CO2 durch Verwendung nachwachsender Rohstoffe  aufweisen

In Zeiten von Ressourcenschonung und Energieeffizienz muss ein Gebäude ganzheitlich betrachtet werden. Das bedeutet, dass nicht nur die Betriebsenergie eines Gebäudes beachtet werden sollte, sondern auch die Energie, die zur Herstellung aufgewendet wurde - sprich - die graue Energie.

Unter Gesamtenergie verstehen wir die graue Energie + Strombedarf + Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasser; normiert auf ein Quadratmeter und Jahr (entsprechend muss die Lebensdauer des Bauwerks bekannt sein oder nachvollziehbar abgeschätzt werden).
Dieser Wert gibt über den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes über seine gesamte Lebensdauer hinweg Auskunft.